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Jingdezhen, eine Millionenstadt im Nordosten der Provinz Jiangxi, gilt als die Hauptstadt des Porzellans in China.

Während ihrer mehrwöchigen Aufenthalte dort, entstehen Pe-Lin Neven Du Monts Dokumentarfotografien, welche China und ihre Bevölkerung zwischen Tradition und Moderne zeigen.

„Ob in schummrigen Hinterhöfen, schmuddeligen Garagen oder maroden Werkhallen: Auf engstem Raum stapeln sich hunderte und aberhunderte feinste Schüsseln und Vasen, Schalen und Skulpturen. Rutschige Böden, versehrte Fenster, eine schummrige Beleuchtung oder notdürftig geflickte Werkbänke würden im Westen keiner Überprüfung standhalten. Doch hier folgt jede Einzelheit einem Sinn, wie Pe-Lin Neven Du Mont sagt: „Die Arbeitsplätze zeigen, wie kreativ und individuell der jeweilige Handwerker sich in seiner Arbeitsstätte einrichtet, während diese für den Betrachter ein rätselhaftes Chaos darstellen.“

Das zuweilen skurrile Zusammentreffen von Lebenswirklichkeiten lassen die Bilder wie zufällig erscheinen und erschließen sich dem zum Kategorisieren geschulten westlichen Auge erst nach und nach.

Auch bei anderen Fotografien von Pe-Lin Neven Du Mont fällt eine solche Art von Darstellung auf, die dem Betrachter skurril, zuweilen irreal, auf jeden Fall inszeniert erscheinen können.“

Aufgenommen mit: Mamiya 7 im Format 6 x 7cm.

Dr. Barbara Gilsdorf
Kulturreferentin und stv. Amtsleiterin
Kultur, Tourismus, Städtepartnerschaften
Amt für Familien, Senioren & Kultur, Sport