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Es gibt unethische Arten des Schlachtens von Tieren. Viel diskutiert und viel verdammt wird von mancher Seite daher auch die Gewohnheit des Fleisch-Essens. Wenn man sich die Größenordungen vor Augen führt, die in großen Fleischverarbeitungs- und Fleischproduktionsbetrieben an der Tagesordnung ist, ist die Kritik sicherlich berechtigt. Ebenso sind die Umstände der Tierhaltung und -tötung sowie der Preispolitik in den Supermarktketten kritisch zu bewerten. Dennoch ist Verweigerung nicht mein Weg der Konfliktlösung. Als ich daher die Möglichkeit hatte, im Zuge eines Praktikums verschiedene Abteilungen der Nahrungsmittelherstellung in einer Bio-Lebensmittel-Manufaktur zu durchlaufen, fiel meine Wahl bewusst auf die Fleischmanufaktur. In dieser Zeit habe ich sehr eindrucksvoll die Sorgfalt im Umgang mit dem Rohstoff Fleisch miterleben können.

Das fängt bereits bei der Auswahl der Schlachttiere an, die aus der biologischen Landwirtschaft akquiriert werden. Dabei wird auf kurze Transportwege und Regionalität Wert gelegt. Ein Mini-Schlachthaus, das im Bereich Wurstwarenherstellung auf das traditionelle Handwerk der Warmfleischverarbeitung zurückgreift. Noch schlachtwarmes Fleisch hat die Fähigkeit, Wasser und Fett zu binden. Verarbeitet man es also sofort, braucht man außer Salz keine sonstigen Konservierungsstoffe hinzuzufügen. Das macht die Produkte für den menschlichen Organismus sehr gut verträglich. Der Warmfleischzustand hält beim Rind maximal drei Stunden, beim Schwein nur etwa zwei. Innerhalb dieser Zeit nach dem Schlachten muss das Fleisch verarbeitet werden.