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Die Bildserie Jingdezhen ist in der gleichnamigen Porzellanstadt Jingdezhen, Provinz  Jiangxi in der Volksrepublik China in den Jahren 2017 und 2018 entstanden.

In den zwei jeweils vierwöchigen Aufenthalten im März und August 2017 streifte ich durch die Geburts- und Hauptstadt des Porzellans, die seit der Songdynastie um 960 n. Chr. die industrielle Fertigung von Porzellanwaren perfektioniert hat, und versuchte die Stimmung dieser Stadt einzufangen, welche sich durch eine emsige Betriebsamkeit und fröhliche Lebendigkeit auszeichnet.

Die gezeigte Serie aus den Jahren 2017 und 2018 zeigt Bilder aus der Skulpturen Fabrik, welche sich in einem östlichen Bezirk der Stadt befindet und 1956 gegründet wurde.

Das Areal erstreckt sich über knapp 100.000 qm und ist ein Gewirr aus kleinen Gassen, Hinterhofwerkstätten und privaten wie öffentlichen Brennöfen.  Die Fabrik selbst ist verschwunden, wurde 1986 unter Deng Xiaoping privatisiert und beherbergt auf ihrem Gelände heute eine unglaubliche Dichte an Porzellanhandwerks-Ateliers: Formenmacher, Bildhauer, Töpfer, Formengießer, Porzellanmaler, Vergolder, etc..

Für den außenstehenden Betrachter ergibt sich keine offensichtliche Logik, wie alles organisiert ist, alles scheint bunt durcheinandergewürfelt. Das fand ich faszinierend.

Die Bilder wurden aufgenommen mit einer Mamiya 7 im 6×7 cm Format.